Kabarett von und mit: Lisa Politt & Gunter Schmidt

Seit nunmehr über 25 Jahren stehen Lisa Politt und Gunter Schmidt erfolgreich als Kabarett HERRCHENS FRAUCHEN auf der Bühne. Ihre Programme zählen bundesweit zu den Hits der Kabarett-Szene. Und seit 2002 betreiben Herrchens Frauchen in Hamburg das POLITTBÜRO, das eigene Kabaretthaus am Steindamm in der Nähe des Hauptbahnhofs. 1992 erhielten sie den Deutschen Kleinkunstpreis. 2003 erhielt Lisa Politt den Deutschen Kabarettpreis.

LISA POLITT Solo:„Wie geht’s uns denn..?“

Da werden wir gebeutelt von Schuldenkrise, Griechenland und schlechtem Wetter, und was liest der Deutsche: Bücher über Kohl. Warum?- Er will sich Tipps holen vom Siegertypen. Das Buch von Sohn Walter, das über (Ex-) Ehefrau Hannelore: Beide verdrängen sich gegenseitig von den ersten Plätzen der Bestsellerlisten, und beide handeln im Grunde nur von ihm. Helmut. Dem Dicken. Der Birne. Sowohl das meckernde Söhnchen als auch die (Ex-) Gattin der Finsternis verweist die Lichtgestalt auch in Abwesenheit locker auf die Plätze. Toll. Klar ist: Wer so lange (…und breite) Schatten wirft, der steht in der Sonne. Und auch wenn die Familie des Einheitskanzlers sich jetzt entzweit, auch wenn das Ganze aussieht wie seine späte Rache: Er, der schon immer sowohl seine Partei als auch seine Familie in „Kohlianer“ und „Nicht- Kohlianer“ zu unterscheiden wusste, steht nach allem als Gewinner da. Respekt. Wie schafft er das, und geben die Bücher auch anderen Versagern Tipps, die man abgreifen kann? Was ist sein Erfolgs- Geheimnis?(September 2011)

 

25 Jahre HERRCHENS FRAUCHEN

Lisa Politt und Gunter Schmidt: "- ...War was?!"

Das Duo: Ausgerechnet zum 25. Jubiläum in größter Not: Ist ihr Humor den hohen wehrtechnischen Anforderungen der heutigen Zeit überhaupt noch gewachsen? –An vorderster Front der Spassnation werden sie vom Zweifel gequält: Werden die Lachsalven zünden? -Haben sie genügend gepfefferte Spitzen im Köcher? –Die Befürchtung der beiden Granaten: keiner lacht sich tot.

Weit entfernt von bombigen Erfolgen merken die Stimmungskanonen: Frontbetreuung sieht anders aus. Fragen Sie Jeanette Biedermann. Ihr Humor ist schwer zu transportieren, die Fertigstellung des A 400 verzögert sich- WAS TUN?!! Ihr Unterhaltungsbegriff ist zu schwer, die Gags sind pechschwarzblutgetränkt und wollen an der Spassfront nicht zünden- wie soll sich da der Feind tot- krank- oder gar schieflachen, zumindest aber Schütze Arsch sich bepissen?!!! Zum 25jährigen Bestehen von "Herrchens Frauchen" haben sich Lisa Politt und Gunter Schmidt etwas Besonderes ausgedacht: Nicht einen Zusammenschnitt aus den bisherigen an Höhepunkten nicht armen Programmen, sondern ein nigelnagelneuer Abend, bestehend aus den bewährten Ingredenzien: "...brilliant- bissige Dialogen mit Musiknummern zwischen krachwitzig und bitterernst" (DWZ, Hameln).

Ein wenig beleidigt sind die Beiden natürlich schon: Ist es nicht ein Zeichen absoluter Erfolglosigkeit, dass nach 25 Jahren ihre Tätigkeit überhaupt noch vonnöten ist, sie die Welt also immer noch nicht zum Positiven verändert haben? Geben sie sich doch stets Mühe, mit konstruktiven Vorschlägen für Verbesserungen auch im Kleinen zu sorgen. So helfen sie der Regierung in wirtschaftlich angespannten Zeiten mit Sparvorschlägen:

Kann es sein, so sorgt sich HERRCHENS FRAUCHEN, dass der Wehrauftrag der Bundeswehr in Afghanistan nur deshalb in die Länge gezogen wird, weil Airbus mit der Fertigstellung des A400 für Truppentransporte nicht vorankommt?-

Und wäre es da nicht kostengünstiger, „UNSERE JUNGS“ würden sich an Ulla Schmidt ein Beispiel nehmen und mit dem Dienstwagen aus dem sonnigen Süden nach Hause kommen? Die mittlerweile 17. Produktion- Ein Rück- und Ausblick, der auch diesmal nicht ohne erhobenen Mittelfinger wird auskommen können: „Das Duo begeistert mit seinen manchmal bitterbösen, brillanten Attacken" (Hamburger Abendblatt).

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